Geld verdienen als Amateur: Partnerprogramme

Wenn du dich nicht selbst im Internet zeigen kannst oder willst, aber eine oder mehrere gut besuchte Webseiten oder Blogs betreibst, kann sich ein Webmaster-Partnerprogramm für dich vielleicht auszahlen.

Wie funktionieren Webmaster-Partnerprogramme?

Bei einem Webmaster-Partnerprogramm erhältst du eine finanzielle Vergütung (Provision) für die Vermittlung eines (neuen) Kunden, der über einen Link von einer deiner Webseiten auf die Seite des Anbieters gelangt.

Je nach Vergütungsmodell erhältst du bereits einen (kleinen) Betrag, wenn der Besucher nur den Link auf deiner Seite anklickt („Pay Per Click“), manchmal ist es erforderlich, daß sich der Besucher auf der Seite des Anbieters anmeldet oder zumindest eine gültige eMail-Adresse angibt („Pay per Lead“); beim „Revenue Share“-Modell erhältst du einen Prozentsatz von allen Umsätzen, die „dein“ Kunde auf der Seite des Anbieters generiert. Ein einmal geworbener Kunde bleibt dir dabei permanent zugeordnet, und du bekommst von jedem Einkauf des Kunden einen entsprechenden Anteil.

Manche Anbieter oder Partnerprogrammbetreiber erlauben die Auswahl aus verschiedenen Verrechnungsmodellen oder eine Kombination davon, z.B. einen fixen Betrag für jede Anmeldung und eine prozentuelle Beteiligung an den Umsätzen des Kunden.

Einige Partnerprogramme bieten auch bessere Konditionen je nachdem wieviel Umsatz die von dir geworbenen Kunden machen; Provisionen bis über 50% sind für eine gut besuchte Seite durchaus möglich.

Die Anmeldung bei einem Partnerprogramm ist in der Regel kostenlos, d.h. du hast dadurch kein finanzielles Risiko; viele Partnerprogramme haben allerdings einen Mindestbetrag (meistens ab € 50,00), bevor dir dein erwirtschaftetes Guthaben ausbezahlt wird.

Die meisten Partnerprogramme bieten auch die Möglichkeit, daß du nicht nur Endkunden, sondern auch weitere Werbepartner vermitteln kannst, an deren Umsätzen du dann ebenfalls beteiligt bist, üblich sind hier zwischen 5% und 10% vom Umsatzanteil des geworbenen Partners.

Werbeformen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um für ein Partnerprogramm zu werben. Die am meisten verbreiteten sind:

Textlinks sind die einfachste Werbeform; hier baust du einfach einen Link mit einer entsprechenden Beschriftung in deine Webseite ein. Bei einigen Partnerprogrammen ist die Linkbeschriftung vorgegeben, bei anderen kann der Link-Text (sinngemäß) frei gewählt werden. Text-Links funktionieren in allen Browsern und können auch in eMails eingesetzt werden. Textlinks werden auch von Werbeblockern nicht blockiert.

Banner sind eine weitere klassische Werbeform; es handelt sich dabei um Bilder im JPEG-, GIF- oder PNG-Format bzw. in letzter Zeit zunehmend auch Flash-Clips, die in einen entsprechend codierten Link eingeschlossen werden. Banner stehen meist in mehreren Größen und Ausrichtungen (vom 120 × 120 Pixel großen „Button“ bis zum seitenfüllenden „Full Page Ad“) zur Verfügung gestellt. Da Banner in Standardgrößen mittlerweile gerne von Werbeblockern oder Personal Firewalls blockiert werden, empfiehlt es sich häufig, weniger gängige Bannerformate einzusetzen.

Dynamische Banner

Bei dynamischen Bannern wird keine fixe Grafik eingebunden, sondern die anzuzeigende Grafik durch ein Script auf der Seite des Anbieters bzw. Partnerprogrammbetreibers bestimmt. Ein solches Script kann z.B. ständig wechselnde Bannergrafiken anzeigen oder
die anzuzeigende Grafik anhand des Herkunftslands des Besuchers auswählen (Geo-Targetting). Während einfachere Versionen wie ein statisches Banner (siehe oben) eingebunden werden, benötigen andere Versionen JavaScript oder IFRAMES. Ansonsten gilt auch hier das
unter „Banner“ gesagte.

Free Hosted Galleries (FHG)

Hier stellt der Anbieter eine Galerie mit kostenlosen Bildern oder Videoclips zur Verfügung, die du von deiner Seite aus nur zu verlinken brauchst. Anders als beim Free Content liegen hier alle Daten am Server des Betreibers, belasten also nicht das dir zur Verfügung stehende Transfervolumen. Über Link-Parameter kannst du steuern, ob der Besucher beim Verlassen der kostenlosen Galerie z.B. noch auf eine weitere Seite des Anbieters weitergeleitet werden soll, ob Popups angezeigt werden sollen und vieles andere mehr.

Free Content

Hier stellt der Anbieter dem Werbepartner Bilderserien und/oder kurze Videoclips zur Verfügung, die dieser in seine Seiten einbauen kann – natürlich nur um das betreffende Angebot zu bewerben. Diese Werbeform ist vor allem auf kostenlosen und/oder suchmaschinenoptimierten Seiten sinnvoll, da der Besucher schon kostenlos etwas geboten bekommt, wenn man den Content regelmäßig aktualisiert oder erweitert, werden viele Besucher wiederkommen, dadurch erhöht sich die Wahrscheinlich keit, daß er auch einmal auf die Seite des Anbieters weiterclickt. Werbeblocker sind bei geeigneter Einbindung kein Problem, auch JavaScript wird nicht unbedingt benötigt.

Page-Peels („Eselsohren“)

Hier fügst du in den Quellcode deiner Seite einen JavaScript-Code ein, der in einer Ecke des Browserfensters ein „Eselsohr“ anzeigt, das beim Drüberfahren mit dem Mauszeiger größer wird und bei einem Klick auf die beworbene Seite weiterleitet. Page-Peels sind ideal für Seiten, wo aus technischen oder inhaltlichen Gründen sonst kein Platz für Werbung zur Verfügung steht, können aber auch zusätzlich zu anderen Werbeformen gut eingesetzt werden. Die meisten Werbeblocker blockieren diese Werbeform nicht, der Besucher muß allerdings JavaScript auf seinem Browser aktiviert haben.

Browser- oder System-Traps

Diese Werbeeinblendungen sind so gestaltet, daß sie wie Systemmeldungen von Windows oder Warnmeldungen des Internet Explorer aussehen, um den Besucher zum Klicken zu verleiten. Auch diese Werbeform wird bisher nur von wenigen Blockern erkannt, benötigt allerdings ebenfalls aktiviertes JavaScript und ist bei Nutzern alternativer Betriebssysteme und Browser weniger effektiv.

Eigene Domains, Co-Branding, Portal-Scripts, Whitelabel

Viele Partnerprogramme, vor allem Webcam-Chat-Portale, bieten auch die Möglichkeit, deine eigene Domain einzusetzen und/oder das Layout und Logo entsprechend anzupassen, sodaß der Besucher glaubt ein neues, eigenständiges Angebot vor sich zu haben.

Bei manchen Seiten kannst du auch fertige Scripts (meistens in PHP) herunterladen und auf deinem Webspace installieren, die ihren Content zwar vom Server des Anbieters beziehen, aber ansonsten komplett auf deinem Webspace oder Server laufen, was besonders nützlich ist, wenn du die Seite selbst für Suchmaschinen optimieren willst.
Beispiele dafür gibt es z.B. bei SexMoney (Affaire PHP-Portal), Campartner (AmateurCommunity), sowie bei den Livecam-Partnerprogrammen 777Livecams, Visit-X und Camworld.
Die meisten dieser Portale benötigen lediglich Webspace mit PHP und einer Datenbank (mySQL).

Tipps und Tricks

Das passende Partnerprogramm

Die besten Ergebnisse wirst du erzielen, wenn die beworbenen Angebote zum Thema deiner Webseite passen. Betreibst du eine Webseite zum Thema „Stiefel-Fetisch“, bietet es sich an, entsprechende Fetisch-Seiten oder Online-Shops zu bewerben. Die meisten Anbieter bieten umfangreiche Statistiken, du solltest dich nicht scheuen, Werbelinks auch wieder zu entfernen, die nichts einbringen.

Passende Werbeformen auswählen

Die passende Werbeform ist für den finanziellen Erfolg mindestens ebenso ausschlaggebend wie die Wahl der beworbenen Angebote. Neben den klassischen Banner- und Textlinks gibt es mittlerweile auch grafisch anspruchsvolle Lösungen in Flash oder JavaScript oder Werbebanner, die sich an das Herkunftsland des Seitenbesuchers anpassen (Geo-Targeting) oder automatisch die neuesten oder umsatzstärksten Inhalte anzeigen.

Auch hier gilt „weniger ist oft mehr“, genauso wie die meisten wohl bei einem Fernsehsender, der sein Programm ständig mit Werbung unterbricht, rasch umschalten werden, werden viele Besucher von zu viel Werbung eher vergrault als zum Klicken animiert.

Auch hier solltest du experimentieren, welche Werbeformen von den Benutzern am besten angenommen werden, und ungeeignete Werbeformen gegebenenfalls entfernen.

Kampagnen nutzen

Viele Partnerprogramme bieten die Möglichkeit, verschiedene „Sub-IDs“ oder „Kampagnen“ anzulegen, um besser nachvollziehen zu können, von welcher Seite (falls man mehrere hat) und/oder welchem Werbemittel (z.B. Banner, Textlink, Video-Trailer usw…) die einzelnen Kunden kommen. Dies ist ein unverzichtbares Hilfsmittel um festzustellen, welche Werbeformen etwas bringen und welche eher nicht.

Rechtliches

Wenn du die Werbelinks per eMail, z.B. in einem Newsletter verschickst, mußt du die aktuellen gesetzlichen Vorgaben beachten. In Österreich und Deutschland und einigen anderen Ländern ist das sog. „Double Opt-In“ Verfahren vorgeschrieben oder zumindest empfohlen, d.h. der Kunde muß seine Anmeldung zu einem eMail-Newsletter in geeigneter Form (z.B. durch Eingabe eines an die angegebene eMail-Adresse geschickten Codes) bestätigen, bevor der Newsletter oder die Werbe-Mail an ihn verschickt werden darf.
Die Anmeldung bei deiner Webseite gilt nicht notwendigerweise auch als Zustimmung zum Empfang von Werbe-Mails, es sei denn der Besucher deiner Seite wird entsprechend deutlich darauf hingewiesen.

Als deutscher Webmaster (hier ist dein Wohn- bzw. Firmensitz ausschlaggebend, nicht der Standort deines Webspaces bzw. Servers) mußt du die entsprechenden Jugendschutzbestimmungen beachten und z.B. keine Banner oder
andere Werbemittel auf deinen Seiten einsetzen, die als nicht jugendfrei gelten. Viele Partnerprogramme bieten hierfür eigene Auswahlmöglichkeiten an.

Beachte auch immer die Nutzungsbedingungen des Partnerprogramm-Betreibers bzw. des beworbenen Programms. Manchmal darf z.B. der angezeigte Link- oder Bannercode nicht verändert werden, andere verbieten es z.B. dem Werbepartner (also dir) und eventuell sogar seinen Mitarbeitern oder Angehörigen, sich selbst über den Werbelink als Kunde anzumelden. Wenn du also selbst Kunde einer solchen Seite werden willst, melde dich dort besser an, bevor du dich für das zugehörige Partnerprogramm anmeldest.

Daß du die erwirtschafteten Provisionen auch entsprechend versteuern mußt, versteht sich von selbst.

Anbieter

… mit ausschließlich oder überwiegend Erotik-Partnerprogrammen
… mit Erotik- und Non-Erotik-Partnerprogrammen
Über den Tellerrand

Häufig lassen auch auf Erotik-Webseiten auch Angebote für Potenzmittel oder Kredite gut bewerben. Ausprobieren kostet – in der Regel – nichts, und Versuch macht klug!

Viele Erotik-Webseiten und Online-Shops bieten auch eigene Partnerprogramme an, die nicht über eines der oben genannten Partnerprogramm-Netzwerke abgerechnet werden. Es lohnt sich also immer nach Links mit Titeln wie „Webmaster“ oder „Geld verdienen“ Ausschau zu halten.

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